Baubericht P1800 18W Vintage Plexi Amp (4)

Hallo!

Verdrahtung KomplettMeine zweite Praktikumswoche bricht an und der P1800 ist so gut wie fast fertig.

Ich habe also am Freitag noch den Ausgangsübertrager sowie die Speaker-Buchsen eingebaut und verkabelt und das ganze erst einmal von hinten bis vorne durchgemessen. Soweit, so unspektakulär, auch die Heizspannung für die Röhren lag jetzt wie erwartet bei etwa 6,5 V.

P1800 Voltage Chart

Nun haben wir also den Amp das erste mal mit Röhren bestückt und nochmal gemessen. Auch hier verhielt sich soweit alles wie es sollte.

Teil 4 Test und Probleme

Es war also Zeit für den ersten eigentlichen Funktionstest. Ich habe die Kiste rüber zu Tilman getragen, wo wir ein Testsignal von einem Signalgenerator in den Amp geschickt haben und uns das Ausgangssignal auf dem Oszilloskop angesehen haben.

Output Oszilloskop

Das Ausgangssignal bei maximaler Verzerrung.

Auch da sah soweit alles ganz gut aus, allerdings meinte Tilman, dass der Amp noch eine leichte Eigenschwingung besitzt. Wenn das Volume-Poti komplett aufgedreht wurde entstand auch eine Resonanz, die sich verstärkte, bis kurz gar kein Signal mehr kam.

Deshalb haben wir im Amp nochmal alle Drahtverbindungen durchgecheckt und etwas umsortiert, da sich zwischen Drähten z.B. parasitive Kapazitäten, also elektrische Felder bilden können,
die wie ein Kondensator wirken und so solche Resonanzprobleme verursachen können.

Klang TestBeim Herumprobieren, wo das Problem liegen könnte, hat sich nichts signifikant verändert. Allerdings trat das Problem nach einiger Zeit auch nicht mehr auf.

Nun stand also der erste Soundcheck an, und siehe da: das gute Stück gibt auch in der Praxis Töne von sich, die sogar auch noch gut klingen. Allerdings hatten wir nach einiger Zeit ziemlich viel Rauschen auf dem Hot Kanal, da offensichtlich der Normal-Kanal nicht zur Masse gezogen wird, wenn nichts eingesteckt ist. Allerdings bleibt die Frage, warum das Problem nicht von Anfang an da war. Elektrotechnik hat eben manchmal doch etwas sehr Mysteriöses 😉

MOSFETAls ich dann noch ein paar weitere Messpunkte im Amp durchchecken wollte waren plötzlich alle Spannungen um die 30V und das Powerpoti hat nicht mehr reagiert. Da musste also was an der Spannungsversorgung, wahrscheinlich am MOSFET sein. Tatsächlich stellte sich beim Durchmessen heraus, dass dieser durchgebrannt war. Warum das aber passiert ist, war uns beiden ein Rätsel.

Jedenfalls musste also zunächst ein neuer MOSFET rein, an den zum Schutz vor Überspannungen noch eine Zehner-Diode angebracht wurde. Diese war bei dem alten schon mit eingebaut.

Heute habe ich dann alle Spannungen nochmal nachgemessen und siehe da: Alles war in etwa wieder so wie es sein sollte.

Ich habe dann noch berechnet wie viel Verlustleistung die Röhren haben und auch das ist mit 12W pro Endstufenröhre im Rahmen. Wir werden den Amp jetzt nochmal durchchecken und wenn alles klar geht, gibt es das nächste mal schon was zu hören.
Bis dahin,

Euer Prakti Florian

  Teil 1, Teil 2, Teil 3   //   Teil 5    ⇒

 

 

Posted in: